#Nie wieder

Im Mittelpunkt des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus an der Drei-Maare-Realschule plus Daun stand in diesem Jahr der Einblick in jüdisches Alltagsleben.

Live zugeschaltet war Arie Rosen aus Jerusalem, der mit 15 Jahren mit seiner Mutter, der Autorin Lea Fleischmann, von Deutschland nach Israel ausgewandert ist. Er informierte über die jüdische Religion, über Bräuche und vor allem den wöchentlichen Ruhetag, den Schabbat. Möglich gemacht hatte das Gespräch Anfang Februar die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Zuvor hatte Rektor Thomas Follmann persönliche Worte an die Schüler der höheren Jahrgangsstufen gerichtet, um die Willkürherrschaft der Nationalsozialisten greifbar zu machen. „Zum Gedenken gehört die inhaltliche Auseinandersetzung“, betonte Geschichtslehrer Lukas Winkler, der die rassistische Gedankenwelt der Nazis noch einmal erklärte.

Die Zehntklässlerinnen Anastasia und Sara hatten sich mit dem Schicksal von vier jüdischen Familien aus Wittlich auseinandergesetzt, während Laura, Charlotte, Melvin und David (alle 10a) über verschiedene Formen von Widerstand recherchiert hatten und beispielsweise an Reinhold Lofy, der in Graach an der Mosel geboren wurde, erinnerten. Eine Dokumentation über das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau fokussierte am Ende des Gedenktages anlässlich der Befreiung vor 80 Jahren das eigentliche Thema: die Systematik des Massenmordens und damit verbunden die Erinnerung an die Opfer.